Die Bodenseegürtelbahn ist eine 74,355 km lange durchgehende und eingleisige Eisenbahnstrecke von


Stahringen / Radolfzell, das Westende, bis nach Lindau (Aeschach und Insel; Ostende der Strecke). Eigentlich von Konstanz aus mit Anschlüssen hin nach Basel, Weil am Rhein

Sie verläuft am nördlichen Bodenseeufer meist in direkter Seenähe.

Sie erschließt Teile einer landschaftlich bevorzugten, grenzüberschreitenden und touristisch engmaschig erschlossene Region oberhalb des Seeufers, die inzwischen auf beiden Seiten des Bodensees eng verwoben ist (mit den Regionsbezeichnungen Hochrhein-Bodensee, Bodensee-Oberschwaben, Seerücken). Als Grenzgebiet in der D-A-CH-Dreiländerecke war es schon seit Jahrhunderten eine Verkehrsdrehscheibe, in der ganz unterschiedliche Verkehrsmittel eingesetzt werden.

Sie verband zur Zeit der Länderbahnen mit Dampflokomotiven die drei Nachbarstaaten Baden (GHzStaatse.), Württemberg (Kgl. usw, die Württ. Südbahn von Ulm kommend) und Staats-Eisenbahnen Bayern (Kgl. usw.) eisenbahntechnisch im Süden ihrer drei Gebiete mit einander. 

Ihre Teilabschnitte, Streckenführung 

Diese drei Länder bauten zuvor Nord-Süd-Verbindungen in Richtung Bodensee.

Vom Lindauer Hauptbahnhof bestehen internationale Anschlüsse zu den Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) (Bregenz, Feldkirch via Vorarlbergbahn) und in die Schweiz.

Ebenfalls erreichen Reisende über Konstanz internationale Verbindungen.



In ihrem Verlauf entstand auch die inzwischen unter Denkmalschutz stehende Brücke über die Argen (78 Meter lang, 1898/99, Maschinenfabrik Esslingen).

Die ehemalige Landesgrenze zwischen Württemberg und Bayern wird bei Nonnenhorn/Kressbronn überfahren; die zwischen Baden und Württemberg bei den Orten Ludwigshafen und Sipplingen. 

Mit der Bahn wurde das Hinterland auch an die Fähren (Dampfschiffe) über den Bodensee in den Häfen der drei Länder verknüpft. 

Wo, welche Betriebsstellen und verbundene Strecken ?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hegau-Ablachtal-Bahn von Radolfzell
  • Bahnhof, Station

0,000 Stahringen 439 m

Hegau-Ablachtal-Bahn nach Stockach 5,4 Espasingen

Bahnhof, Station 8,515 Ludwigshafen (Bodensee) 399 m

Haltepunkt, Haltestelle 12,584 Sipplingen 398 m 14,8 Süßenmühle

Bahnhof, Station 17,525 Überlingen Therme 400 m

Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge 17,9 Überlinger West-Tunnel (948 m)

Haltepunkt, Haltestelle 18,910 Überlingen 404 m

mehrere Tunneln in Folge 19,0 Überlinger Ost-Tunnel (615 m) 19,6 Überlingen Ost

Haltepunkt, Haltestelle 21,410 Überlingen-Nußdorf 404 m 24,2 Birnau-Maurach 25,8 ehem. Stichstrecke von Unteruhldingen Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge 25,7 B 31 (50 m)

Bahnhof, Station 26,455 Uhldingen-Mühlhofen 415 m 27,5 Mühlhofen Ort 29,6 Grasbeuren

Bahnhof, Station 32,304 Salem (ehem. Mimmenhausen-Neufrach) 435 m

ehem. Stichstrecke nach Frickingen 34,5 Mittelstenweiler

Haltepunkt, Haltestelle 37,452 Bermatingen-Ahausen 435 m

Bahnhof, Station 41,147 Markdorf (Baden) 435 m

Haltepunkt, Haltestelle 44,820 Friedrichshafen-Kluftern 46,7 Anschlussstrecke Dornier-Werke Haltepunkt, Haltestelle 46,783 Friedrichshafen-Fischbach (Hp&Anst) 413 m Bahnhof, Station 48,009 Friedrichshafen-Manzell 49,1 Seemoos

Haltepunkt, Haltestelle 50,109 Friedrichshafen Landratsamt 410 m 50,6 Friedrichshafen Strandbad

Bahnhof, Station 51,780 0,000 Friedrichshafen Stadt 404 m

Stichstrecke nach Friedrichshafen Hafen (früher Trajekt - ganze Bahnwaggons) zur Autofähre nach Romanshorn seit 1969 BSicon STR.svg (Det. bei Wikipedia) Anschlussstrecke war hier die ehem. Teuringertal-Bahn nach Oberteuringen BSicon STR.svg Südbahn nach Ulm

Brücke über Wasserlauf (groß) Rotach

Haltepunkt, Haltestelle 2,373 Friedrichshafen Ost 399 m

ehem. Verbindungsstrecke von der Südbahn 4,31 Rotenmoos (Abzw)

Bahnhof, Station 5,586 Eriskirch 400 m Brücke über Wasserlauf (groß) den Schussen

Bahnhof, Station 9,346 Langenargen 402 m

Brücke über Wasserlauf (groß) Argen

Blockstelle, Awanst, Anst etc. Kressbronn Marschall (Anst) 13,1 Bodan-Werft

Bahnhof, Station 13,632 Kressbronn 407 m

Landesgrenze Baden-Württemberg/Bayern

Bahnhof, Station 16,021 Nonnenhorn 407 m

Haltepunkt, Haltestelle 18,143 Wasserburg (Bodensee) (ehem. Bf) 406 m

Bahnhof, Station 20,328 Enzisweiler 403 m

Der 0-km-Stein der Bay.Bahn

In Li-Aeschach

Haltepunkt, Haltestelle 22,266 Haltepunkt Lindau-Aeschach 401 m Allgäubahn von München

Blockstelle, Awanst, Anst etc. 22,575 Lindau-Aeschach Abzw (ehem. Holben)

Aeschacher Kurve, Abzweig nach Lindau-Reuten und weiter nach Bregenz, hier steht der hist. Null-km-Stein

Strecke – geradeaus - zugleich die bay. Allgäubahn von/nach Lindau Hbf über den dazu errichteten Eisenbahndamm

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke auf der Nordseite des Sees entstand im 19. Jahrhundert aus der Verbindung von Endpunkten der Bahngesellschaften der damaligen drei historischen, umliegenden Ländern:

Zur Geschichte des westl. Teils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einst grenzüberschreitende Strecke entstand als Lückenschluss zwischen dem Netz der Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen und dem der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen. Nachdem Stahringen bereits am 20. Juli 1867 durch die Bahnstrecke Radolfzell–Mengen an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde, ging der erste Abschnitt der Bodenseegürtelbahn von Stahringen nach Überlingen erst am 18. August 1895 in Betrieb. Am 2. Oktober 1901 wurde schließlich der Friedrichshafener Stadtbahnhof erreicht. Friedrichshafen war schon seit 1847 von Ulm aus mit der Südbahn zu erreichen gewesen.

Bahnunglück am 22. Dezember 1939 bei Markdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Dezember 1939 kam es auf der Strecke zu einem großen Zugunglück, als zwischen Markdorf und Kluftern ein Personen- und ein Güterzug kollidierten, was zum Tode von 102 Menschen führte. Da früher am selben Tag bereits in Genthin zwei D-Züge miteinander kollidiert waren – wobei 186 Tote zu beklagen waren, gilt dieser 22. Dezember als schlimmster Tag der deutschen Eisenbahngeschichte.[3]

Am Südufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1850er Jahre baute die Schweizerische Nordostbahn-Gesellschaft die Bahnlinie Winterthur-Romanshorn und damit auch dort den Hafen Romanshorn als Endpunkt aus.

Die ersten beiden Schiffe dieser Bahngesellschaft waren die großen Glattdeckdampfer Thurgau und Stadt Zürich.

Zur Geschichte des östl. Teils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Friedrichshafen bereits ab 1847 durch die Württembergische Südbahn und Lindau ab 1853 durch die Allgäubahn Eisenbahnanschluss hatten, nahmen die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen und die Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen schließlich am 1. Oktober 1899 den Lückenschluss zwischen den beiden Städten in Betrieb, wobei auch die Empfangsgebäude auf bayerischer Seite im württembergischen Baustil gehalten sind. Zwischen Langenargen und Kressbronn entstand beim Bau eine 78 Meter lange Stahlbrücke über die Argen, die von der Maschinenfabrik Esslingen gebaut und später unter Denkmalschutz gestellt wurde. In Vorbereitung der Elektrifizierung wurde sie 2019 durch eine neue Stahlbrücke ersetzt.[2]

Betrieb auf dem östl. Teil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist die gesamte Strecke in den Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) integriert und wird überwiegend im Schienenpersonennahverkehr bedient, in der Regel zweimal stündlich je Richtung. Hierbei wechseln sich Regionalbahnen (RB), die gewöhnlich überall halten und aus Triebwagen der Baureihen 628 oder 650 bestehen, mit Regionalexpress-Zügen (RE) ab, die in der Regel nur abwechselnd in Kressbronn und Wasserburg (Bodensee) beziehungsweise in Langenargen und Nonnenhorn halten und aus Doppelstockwagen gebildet werden. Darüber hinaus verkehrt ein einzelnes Intercity-Zugpaar (IC) ohne Zwischenhalt.

Im Güterverkehr verkehren täglich ein bis zwei Zugpaare, gezogen von einer Baureihe 232 oder einer Baureihe 247. Außerdem verkehrt im Sommerhalbjahr ein Kieszug von Roßberg nach Kressbronn am Bodensee, der von der Baureihe 285 bespannt und nachts in Kressbronn entladen wird.

Löschung bei Wikipedia [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Lachplatte der besonderen Art, bot die Wikipedia 2020, als einige Eisenbahn-Entousiasten ernsthaft versuchten, die Bodensee-Gürtelbahn aus dem Wortschatz der Wikipedia zu löschen. Sie wollten sie durch bahntechnische Namen von Teilstrecken und entspr. Artikel „ersetzen“. Das ging bis dahin, dass das Wort aus anderen Artikeln gelöscht wurde.

ak.

Erstmal no comment



Aktuellere Zeitungsberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fünf neue Züge für Bodenseegürtelbahn werden gebaut. Südkurier vom 20. November 2018 (Inh: Im Sommer sollen fünf neue Lint-Züge alte Triebwagen auf der Bodenseegürtelbahn zwischen Friedrichshafen und Radolfzell ablösen. Die Region hofft auf die Elektrifizierung der Bahnstrecke.)


 Referenzen, Anmerkg 


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