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Am Heldenweg in Lindau steht das südlichste Bismarckdenkmal des Landes und schaut auf den See hinunter.

Adler2018
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BAHeld backstage

Es hat eine etwas verquere Geschichte. Um 1890 gab es reichsweit Initiativen dem „eisernen Kanzler“ des neuen Kaiserreichs Denkmäler zu errichten. Auch in Lindau ab 1910 mit einem Graf Hirschfeld als rührigem Vorstand. Durch den Weltkrieg zog sich das Vorhaben in die Länge. Und eine Revolution (1918, die das Ende der Monarchie brachte) ließ das Vorhaben dann in den Hintergrund treten.


Am Hoyerberg sollte schließlich doch eine Kombination aus Kriegergedächtnisstätte und Bismarckdenkmal entstehen. 1931 konnte sie eingeweiht werden. Es wurde ein mächtiger Adler in dessen Sockel auf der Seeseite ein  Bismarckbild im Halbrelief darunter seinem Name eingelassen war. Der stilisierte und 8 Meter hohe Adler blickt nach Westen, er wurde von Lothar Dietz (1896—1976) gehauen.   


Aus dem geplanten vaterländischen Gesamtkunstwerk Heldenhain wurde nichts weiter. Nur der Name des Zufahrtswegs blieb. Da es oder er keine nationalsozialistischen Symbole enthielt, blieb es auch in der Nachkriegszeit und unter franz. Militärhoheit unverändert. Seine konservative - unausgesprochene - Parteinahme für das kaiserliche Deutschland war anscheinend keine politische Streitfrage mehr.


Friedensweg Bearbeiten

Der ehemalige Reichsadler ist eine von zehn Stationen auf dem Lindauer Friedensweg

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  • wikipedia: Bismarcktürme und Bismarcksäulen, Bismarckdenkmäler wurden seit 1868 zu Ehren des langjährigen preußischen Ministerpräsidenten und ersten deutschen Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck an vielen Orten des damaligen Deutschlands (heute teilweise Dänemark, Frankreich, Polen und Russland), in damaligen Kolonien und auch in anderen Kontinenten/Ländern errichtet (aus dem Wikipedia-Artikel).
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