in Lindau
Seine Dreiwortadresse im Stadtplan lautet 📲 https://w3w.co/bergbau.anbruch.lippe
Das bürgerliche Schloss Holdereggen ist ein Herrensitz mit Park aus der Gründerzeit im Lindauer Stadtteil Aeschach (1888). Es handelt sich eigentlich um eine Villa, nicht um ein Schloss.
Das schlossartige Gebäude im Neorenaissance-Stil mit einem englisch-normannischem Charakter wurde in den Jahren 1887 bis 1890 nach Plänen des deutsch-österreichischen Architekten Georg von Hauberrisser aus München (ja dem vom dortigen Rathaus) für den Unternehmer Hermann Näher (1838–1908) errichtet. Dieser kam in Sumatra mit Tabakanbau und -Handel, auch mit dem Handel mit Edelhölzern, zu einem Vermögen und verlor es dann später in seiner Heimatstadt.
Es ist im Kern ein zweigeschossiger Bau aus Rotem Buntsandstein aus einem Steinbruch bei Landstuhl. Es besitzt zwei Türme, diverse Erker und eine Terrasse. Der Park darum wurde von ....
- Städtische Musikschule
- In der Nachbarschaft ein Pflegeheim mit Seniorenwohnungen
- um die Ecke läuft durch Aeschach auch der Näherweg.
- Und wo steht der schönste Gartenzaun in ganz Lindau ⁉️ (Es gibt darauf nur eine richtige Antwort)
2021 - Konzertreihe der Musikschule[]
- Terrassenkonzerte im Holdereggenpark, LZ 12.7.2021
Weitere Eigentümer[]
Aus der Konkursmasse erwarb es im Mai 1910 der Geheimrat Adolph Brougier (1844–1934). Brougier war Mitinhaber der Firma Franz Kathreiners Nachfolger und Kathreiners Malzkaffee. Dieser stellte das Schloss im Ersten Weltkrieg dem Staat als Lazarett zur Verfügung.
Später ging es in den Besitz der Familie seines Schwiegersohnes Ludwig Seisser über. Der königliche Kommerzienrat Ludwig Seisser stammte aus einer alten bayerischen Kaufmannsfamilie und war im Unternehmen seines Schwiegervaters tätig.
Dessen Sohn wiederum, der Unternehmer Erich Seisser, wurde während der Shoah (NS-Judenverfolgung, Holocaust) von den Nazis ermordet. Ein Stolperstein vor dem Schloss erinnert erst seit 2012 an ihn.
Ein Bürgerverein ruft: Rettet den Holdereggenpark[]
Es gibt eine neue Bürgerinitiative. Sie heißt „Rettet den Holdereggenpark“ und möchte dafür sorgen, dass der Holdereggenpark unberührt bleibt.
Unter der Überschrift „Schon wieder eine Bürgerinitiative: Warum Lindauer Unterschriften für den Erhalt eines Parks sammeln. beschrieb die Redakteurin Jule Baumann in der LZ Hintergründe.
- Um die Holdereggenstraße zu erschließen ( was ist damit gemeint ? ) würde diese bis zum westlichen Ende des Hasenweidwegs verlängert. Dadurch entsteht eine Spange zwischen Holdereggenstraße und Hasenweidweg (gelb).
Dazu wäre nord-westlich des Holdereggenparks eine Überführung über das Gleis nötig. Die daran anschließende (geplante, zusätzliche) Fußgängerbrücke zwischen Holdereggenstraße und Heckenweg könnte dann direkt angeschlossen werden (rot, oben links). Außerdem wäre eine Verbindung zur geplanten Lotzbeckunterführung denkbar (rot-weiß-gestrichelte Linie). Die drei Bahnübergänge Hasenweidweg Ost (unteres Ende der gelben Linie), Holdereggenstraße sowie Hasenweidweg West könnten ersatzlos entfallen.
Die andere Alternative wäre nur eine Unterführung im Bereich Hasenweidweg Ost. (mit einer Grafik: Albrecht)
- Artikel in der LZ am 2. Aug. 22 (hinter der Bezahlschranke)
Baumbestand im Park[]
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Treppe von der Hold.Straße in den Park, Sept. 2018
zwei Säuleneichen
eine stattliche Buche
ein mächtiger Mammutbaum
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Festplatz beim jährlichen Kinderfest bis 2019
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(Lücke ! )
Medien, Literatur[]
- Siehe auch
- Sequoia - der Mammutbaum
- Christoph Hölz, Markus Traub: Weite Blicke. Landhäuser und Gärten am bayerischen Bodenseeufer. Deutscher Kunstverlag, München, 2009. ISBN 978-3-422-06800-1
- Heinz Finke; Wolfram Vogel (Illu.): Dem See nah sein. Schlösser, Burgen, Landsitze rund um den Bodensee. Rosgarten-V. 1991, 256 Seiten. ISBN 9783876851297. Bis S. 48
- die Antwort der Stadtverwaltung im Sommer 2025: alles halb so schlimm
- www
- Städtische Seite zum Haus und dem Park
- Stellungnahme der Verwaltung zur Bürgerinitiative, die die „Zerstörung“ des Holdereggenparks befürchtet. … Der Park wird von den Baumaßnahmen weitgehend unberührt bleiben: Der Holdereggenpark bleibt erhalten. (Im Umkehrschluss sagt die Stellungnahme: im nördlichen und westlichen Parkbereich wird ein hoher Anteil der vorhandenen Bäume gefällt werden. Es geht um 27 Bäume! Stand jetzt - evtl. mehr, evtl. weniger. 28. Okt 2025) Zitat: Zur Erschließung des Gleisdreiecks: Was geplant ist. (Müssen Bäume gefällt werden? Ja. Von insgesamt rund 100 Bäumen im Holdereggenpark sind stand jetzt 16 Bäume sowie Sträucher im Böschungsbereich betroffen. Sie befinden sich im nördlichen und westlichen Parkbereich. Welche Bäume in dem betroffenen Bereich konkret gefällt werden müssen, wurde gemeinsam mit einem Fachbüro untersucht. … Bei weiteren elf Bäumen wird noch genauer untersucht, ob diese entfernt werden müssen. ) Dass diese Seite des Parks der Gesamtheit des Parks rechnerisch gegenübergestellt wird - ist eine Irreführung. Denn es geht genau um diese Seite des Parks hin zur Bahnlinie.
Siehe auch:
Kunsthistorisch betrachtet - mögliche Vergleichsbauwerke Eu-weit: