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mehr zu dem kleinen Geschichtsbuch von


Karl Schweizer:


Verfolgung, Flucht und Widerstand im Landkreis Lindau 1933-1945Bearbeiten

VerfolgTit

28 Stationen der Nazi-Verfolgung und des Widerstandes beschreibt der Lindauer Autor Karl „Charly“ Schweizer darin.

Vom Hafen, einst das ‚Freiheitstor‘ in die Schweiz, über ehemals jüdische Kaufhäuser im Gassengewirr und Zwangsarbeiterlager vor den Toren der Stadt, bis zum ehemaligen Gestapohaus reichen die Anlaufziele des Lindauer Gedenkweges.

„Der Gedenkweg macht deutlich“, so Oberbürgermeisterin Meier to Bernd-Seidl in ihrem Vorwort zu der 2010 erschienenen Broschüre, „dass die Opfer nicht aus entfernten Regionen stammen, sondern dass sie unsere Nachbarn waren, in unserer Stadt wohnten und arbeiteten, dass auch in unseren Straßen Zeugnisse ihres Leids und ihres mutigen Widerstandes gegen ein menschenverachtendes System zu finden sind.“


Denn „Charly“ Schweizer versammelt in seinem gut 70seitigen Büchlein – schnörkellos geschrieben, übersichtlich gestaltet und in so knappen Format, dass es in jede Jackentasche passt – vergessene Lebenswege und verschwundene Zeugnisse der Nazi-Diktatur, die es zu erinnern gilt: Vom Bienenforscher Prof. Armbruster beispielsweise und von mutigen Pastoren, von Spanien-Kämpfern und unerschrockenen Gewerkschaftern, von jüdischen Kaufleuten, die niemand mehr kennen wollte, bis zu Stadträten, deren Widerstand allzu schnell vergessen wurde.

Ergänzt werden diese Schilderungen durch einen vom Stadtarchivar Heiner Stauder verfassten, detailreichen Abriss der Lindauer Nazi-Geschichte.


Der Autor Karl Schweizer ist im Hauptberuf Lehrer und bereits durch zahlreiche Schriften zur Lindauer Nazi-Vergangenheit bekannt, will denn auch mit dieser Veröffentlichung die Möglichkeit schaffen, „ein bisschen gegenzuhalten gegen Rassismus, Antidemokratismus und Antisemitismus in ihren unterschiedlichen Formen in unserer Zeit.“ Passend dazu, wird das Heftlein in Lindauer Schulen kostenlos verteilt.

Literatur Bearbeiten

  • Karl Schweizer: Verfolgung, Flucht und Widerstand im Landkreis_Lindau 1933-1945. Hrsg. vom Landkreis Lindau, 2016. 132 Seiten. ohne isbn 
  • www.edition-inseltor-lindau.de/novemberrevolution1918.pdf
  • Auch Titelei KS EB3937
  • Karl Schweizer: „Lindau - 1. Weltkrieg, Novemberrevolution, Räterepublik“, Lindau, 1979.
  • Artikel von Karl Schweizer, in der LZ vom 5. April 2019: Lindauer Räterepublik vom April 1919.
  • Karl Schweizer: „Novemberrevolution 1918, Räterpublik1919 – Sozialisten und Kommunisten in Lindau und Umgebung“, Lindau, 2018. (ISBN 978-3981130577)
  • Karl Schweizer für die Hrsg. IG Bau Schwaben: Von Malern und Maurern, Putzfrauen, Gärtnerinnen, Land- und Holzarbeitern in Stadt und Landkreis Lindau. Mehr als 150 Jahre Industriegewerkschaft Bauen–Agrar–Umwelt im Landkreis Lindau. Die Festschrift. 2012, edition inseltor (ak.)
  • K.S: Jakobiner am Bodensee - Lindau und die Französische Revolution 1789 - Ein Überblick. Edition Inseltor Lindau (2014), 100 S. ISBN 9783981130539
  • dto und Heiner Stauder: Lindauer Gedenkweg Verfolgung und Widerstand 1933-1945.  

= 37° in Lindau” / Tafel zum Café im Hauptbahnhof = 


Bilder von K. Sch.Bearbeiten

Im Film aus 2018 mit Bildern des Gemäuers von Degelstein und der Suche nach den Hintergründen der Sage im Stadtarchiv zusammen mit Ch. Schweizer gibt es ein paar Szenen in der ersten Film-Viertelstunde aus Lindau mit ihm.

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