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Zur Geschichte des Lindauer Kaufmannes Samuel im 15. Jahrhundert. Er wird seit 1405 auch als Lindaus jüdischer Bankier Samuel oder in den schriftlichen Quellen auch als „Sauwel“, „Sanwel“ oder „Simmile“ benannt, war ein wohlhabender „gemachter Mann“ und hatte das Bürgerrecht in Lindau erworben, ab 1417 zusätzlich jenes in Konstanz und seit 1425 außerdem das in Überlingen. In Lindau besaß er etlichen Grund sowie mehrere Häuser. Er gehörte zur zweiten jüdischen Gemeinde in der Stadt, welche von 1358 bis 1430 existierte.

Zusammen mit seiner Ehefrau Guta hatte er mit Burlinin eine Tochter sowie sechs Söhne, welche ihm bei der Abwicklung seiner umfangreichen beruflichen Tätigkeit halfen, bevor sie selbständig wurden.

Dabei waren es nicht nur die den gläubigen Christen untersagten Kreditgeschäfte. Samuel handelte auch mit Wein, Tuch und Gewändern.


Die Geschichte jüdischer Lindauer reicht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Verschiedene Verfolgungen: Pogrome.

Innerhalb der jüdischen Gemeinden der Bodenseeregion stieg er zum „Judenmeister“ auf. 1418 war er Parnas (Vorsteher) der jüdischen Gemeinde in Konstanz. Am 16. Februar 1418 nahm er mit dem Lindauer Rabbi vom König die „Handveste“ für die Juden am Bodensee in Empfang.

Mit Sicherheit gehörte er im Jahre 1417 zu der Delegation der „Jüdischheit am Bodensee“, die auf dem Konstanzer Kirchenkonzil vom neuen christlichen Papst Martin V. empfangen wurde.


Mit seinem Sohn Anselm aus Überlingen zog er im Jahre 1429 nach St. Gallen.


Wie in der Region so auch in Lindau mordete die Bürgerschaft 1430 die jüdische Gemeinschaft in der Stadt durch den Feuertod bereits zum zweiten Mal (verschweigender Ausdruck: Pogrom).

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