die letzten Meter zur Insel …
Die Ludwig-Süd-Nord-Bahn wurde
Die Stadt Lindau ist Endpunkt der in Hof beginnenden bayerischen Nordost-Südwest-Diagonalstrecke. Sie wurde von den Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen als erste Strecke einer Staatsbahn zwischen 1843 und 1854 gebaut und von Nord nach Süd abschnittweise eröffnet. Sie erhielt ihren Namen von König Ludwig I. (vom K. Bayern), der anfangs mehr für die Entwicklung des Ludwig-Donau-Main-Kanals und des Warenverkehrs mit Schiffen eintrat als für Eisenbahnen. Die Strecke führt -von Süden betrachtet- von Lindau über Immenstadt, Kempten, Augsburg, Donauwörth, Nördlingen, Nürnberg, Bamberg und Kulmbach nach Hof bzw. in umgekehrter Richtung. Dort im Norden des damals jungen Staates Bayern besteht der angestrebte Anschluss an die Strecken der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn. Das bayr. Gesetz zum Bau der gesamten Bahnstrecke wurde am 25. August 1843 in München verabschiedet.
(zu den Namen: unterscheide von der Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft, sie war eine Aktiengesellschaft, die die Ludwigseisenbahn zwi. Fürth und Nürnberg betrieb, die erste Eisenbahn im heutigen Deutschland.)
1854 fertige Gesamtstrecke, Verknüpfungen
Den Bau der Strecke nahm man 1843 in Angriff. Grund für diesen späten Baubeginn war die Suche nach einer Strecke mit nicht zu großen Steigungen und gleichzeitigem Anschluss möglichst vieler bayerischer Orte. Dadurch musste man neben einigen Umwegen auch die Schiefe Ebene auf die Münchberger Hochfläche bei Neuenmarkt-Wirsberg mit einer durchschnittlichen Steigung von 23 ‰ in Kauf nehmen.
Eröffnet wurde der Nordteil der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn in einer Länge von 203 Kilometern in fünf Etappen zwi 1844 und 1848.
Der Mittelabschnitt mit einer Länge von 170 Kilometern ging in sieben Etappen zwi 1844 und 1849 in Betrieb.
Der Bau des Südabschnitts Augsburg – Lindau[]
Noch während des Baus des Südabschnitts, er wird heute in seinem letzten Teil Allgäubahn genannt, begannen in Augsburg die Arbeiten an der Bayerischen Maximiliansbahn von dort westwärts in Richtung Ulm. Deren erste Teilstrecke bis Dinkelscherben konnte schon am 26. September 1853 eröffnet werden.
In Kempten führte man die Strecke auf einer hohen doppelgleisigen Holzbrücke, der König-Ludwig-Brücke, über die Iller und ließ sie in einem Kopfbahnhof vor der Stadt enden.
Erst 1906 wurde die Holzbrücke durch eine daneben errichtete Betonbrücke, die Obere Illerbrücken, ersetzt. Die noch bestehende König-Ludwig-Brücke ist die letzte Fachwerkbrücke in Deutschland, die nach Plänen des Amerikaners {{[https://de.wikipedia.org/wiki/}} erbaut wurde. Sieben Kilometer weiter in Richtung Immenstadt entstand über den Waltenhofer Tobel eine weitere, 53 Meter lange Holzbrücke, die 1900 durch eine Stahlbrücke ersetzt wurde.
Bei Röthenbach im Allgäu wurde in den Jahren 1847 bis 1853 der damals weltweit größte Bahndamm aufgeschüttet. Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, angeordnet durch König Max II., entstand der 901 m lange und 53 m hohe Damm mit der Sohlenbreite von 260 m und der Kronenbreite von 22 m. Dabei wurden 2,24 Millionen Kubikmeter Erdreich bewegt. Hunderte von Arbeitern waren beim Bau beschäftigt, 44 davon verunglückten tödlich.
Auf der Strecke in Richtung Lindau führt die Bahn über zwei Pässe. Dadurch vermieden es die Erbauer, das „ausländische“ Württemberg zu berühren.
- Siehe auch: Rentershofener Bahndamm
Die letzten 49,8 Kilometer nach Süden bis in den Lindauer Vorort Aeschach waren am 12. Oktober 1853 fertiggestellt. Der letzte 1,8 Kilometer lange Abschnitt von Aeschach über den Bodenseedamm bis zum Endbahnhof, dem HauptBhf. Lindau auf der Insel Lindau ging schließlich am 1. März 1854 in Betrieb.[1] Diese ursprünglich eingleisige Strecke wurde bis 1907 zweigleisig ausgebaut.
Ab Aeschach führt die Strecke auf dem Lindauer Bodenseedamm auf die Insel Lindau zum Bodenseehafen.
Im Jahr 1854 wurde der Verkehr auf der bayrischen Ludwig-Süd-Nord-Bahn bis Lindau durchgehend möglich.
Diese letzten sechs Etappen der Strecke wurden wie folgt eröffnet:
| Streckenteil | Länge | in Betrieb ab |
|---|---|---|
| Augsburg–Kaufbeuren | 60,2 km | 1. September 1847 |
| Kaufbeuren–Kempten | 42,5 km | 1. April 1852 |
| Kempten–Immenstadt | 21,7 km | 1. Mai 1853 |
| Immenstadt–Oberstaufen | 16,9 km | 1. September 1853 |
| Oberstaufen–Aeschach | 49,7 km | 12. Oktober 1853 |
| Aeschach–Lindau Bf. | 1,8 km | 1. März 1854 |
Die gesamte Strecke von Hof bis Lindau mit einer Länge von 566 Kilometern war am 1. März 1854 fertiggestellt, also 11 Jahre nach Baubeginn, eine große Leistung mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Strecke ist heute überwiegend zweigleisig ausgebaut.
Siehe auch[]
- Siehe auch unter dem historisch korrekten Namen: Ludwigs-Süd-Nord-Bahn
- Bahnstrecke Augsburg–Buchloe
als Quelle
Literatur[]
- Beatrice Sendner-Rieger: Die Bahnhöfe der Ludwig-Süd-Nord-Bahn 1841–1853. Zur Geschichte des bayerischen Staatsbauwesens im 19. Jahrhundert. Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e. V., Karlsruhe 1989, ISBN 3-921700-57-4 (Zugleich: Univ. Bern, Diss., 1986).
- Walther Zeitler, Helge Hufschläger: Die Eisenbahn in Schwaben. Geschichte, Betrieb, Technik. 1840 bis heute. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-87943-761-0.
www[]
bei wikipedia unter
- https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig-Süd-Nord-Bahn ( 566 km)
- Hof — Bamberg (127 km)
- Bamberg — Treuchtlingen ( ??? 62 km)
- https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Treuchtlingen–Nürnberg (62 km)
- https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Bamberg-Nördlingen
- https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Augsburg–Nördlingen ( km)
- https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Augsburg–Buchloe ( 40 km)
- https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Buchloe–Lindau ( 153 km)
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