Fandom


Die Peterskirche in Lindau steht im Westen der alten Insel. Möglicherweise war / wurde sie die Pfarrkirche des Fischerdorfs, das noch älter als der Klosterbezirk im Osten der Insel war. 


Evtl. Anfänge im 9. Jahrhundert? Damals gab es auf der Insel nur ein Nonnenkloster im Osten und ein Fischerdorf im Westen. Die Stadt Lindau entstand erst um 1079/80. Bis 1180 die Stephanskirche errichtet wurde, war die Peterskirche die Pfarrkirche der jungen Stadt Lindau. Danach wurde St. Peter zur Kapelle, an der sich Inklusen ansiedelten – fromme Frauen, die sich zur Askese und zum Gebet in Zellen einschließen ließen.

Nach der Reformation diente die Kirche als Lagerraum, bis sie 1928 zur Gedenkstätte umgewandelt wurde. „Es ist eine Gedenkstätte für Kriegsopfer des ersten Weltkriegs“, erklärt Reinhold Pohl von der unteren Denkmalbehörde in einem Gespräch mit der LZ. Zu deren Ehren liegt am Eingang der Kirche ein großer Marmor-Soldat.

Opfer der NazidiktaturBearbeiten

bodensee-friedensweg.org gibt zu den Namen diese Daten an

Julius Herzberger (Tod 1934 in Ascona; seine Frau Cäcilie wird in Auschwitz ermordet), Anton Gies (Tod im KZ Sachsenhausen am 20. August 1940), Georg Meyer (1936 in Kaufbeuren als Opfer der NS-Krankenmorde/Euthanasie), Johann Miller (ebenso, im Jahre 1940), Rosi Gutensohn (ebenso ohne Datum, aus Unterreitnau, Küchenhilfe im Landschulheim Holdereggen), Eheleute Ferdinand (Tod 1941 Wien) und Clara Weil (sie hatten ein Textilgeschäft an der Ecke Ludwigstraße/Salzgasse; Tod im Münchner Judenlager Milbertshofen, vermutl. 1945), Dr. Ernst Schiumberger und Frau Käte (eine Jüdin und ihre 15jährige Tochter Beate; 1942 erweiterter Freitod ?), Karl Fackelmayer (wurde 1943 angebl. standrechtlich erschossen), Emil Spiegel und Frau Clothilde Spiegel (Textilgeschäft in der Cramergasse. Ihre Tochter Martha wurde 1942 von der Gestapo verschleppt. Sie wurde 1943 im Vernichtungslager Treblinka ermordet. Im selben Jahr wurden auch ihre Eltern "abgeholt"), Alois Huber (Tod 1944 im KZ Flossenbürg), Iwan Pacyk (Zwangsarbeiter, Tod in Motzach 194?), Erich Seisser (Münchner Unternehmer (Kathreiner, Franz Kathreiner’s Nachfolger); in Berlin am 22.1.1945 hingerichtet; Familie Brougier-Seisser)

Wandbilder, Lindauer Passion Bearbeiten

Viel älter als der Soldat sind die Wandbilder im Inneren der Peterskirche. Sie stammen noch aus vorreformatorischer Zeit. Laut Stauder wurden sie lange nicht beachtet, bis sie 1849 wiederentdeckt wurden. Seitdem wurden sie zweimal – in den 1920er und in den 1960er- Jahren – restauriert.

Auf der nördlichen Langhauswand sind die 19 Fresken der „Lindauer Passion“ zu sehen. Seit ihrer Wiederentdeckung wird gerätselt, wer ihr Künstler ist. Manche schreiben sie Hans Holbein dem Älteren, einem der bedeutendsten süddeutschen Maler seiner Zeit, zu. Doch nicht alle Fachleute teilen diese Ansicht, die Frage nach dem Künstler ist weiterhin offen.

In der Apsis der Kirche ist die Krönung Mariens durch Gottvater, Gottsohn und Gottgeist zu sehen.

Friedensweg Bearbeiten

Die Peterskirche ist eine von zehn Stationen auf dem Lindauer Friedensweg

wwwBearbeiten

  • Bilder der Schw.Ztg: Die Peterskirche steht Kopf.
    • Nun steht endlich auch die Peterskirche Kopf: Auf www.schwaebische.de/lindau-steht-kopf zeigt die Lindauer Zeitung eine 360-Grad-Reportage durch Lindaus älteste Kirche – in der es richtig viel zu entdecken gibt. Juli 2017











.


.



www

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.