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Ab 1500 wurde die Befestigung der Stadt zur Einbeziehung und Sicherung der damals unbebauten westlichen Inselhälfte erweitert; dabei wurden die neuen Schanzen (Karlsbastion, Pulverschanze, Sternschanze und Lindenschanze) angelegt und im Jahr 1508 der Pulverturm am westlichsten Punkt der Insel errichtet.

Die letzte durchgreifende Verstärkung der Befestigung fand in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit der Anlage weiterer Bastionen und Schanzen statt:

Ludwigsbastion und die in Resten erhaltene Maximiliansschanze beiderseits des Landtores (heute jeweils in die Oskar-Groll-Anlagen einbezogen) sowie die Gerberschanze, eine trapezförmig mit einer Spitze in den See ragende Bastion auf der Südostseite der Insel.


Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Mauern und Tore bis auf die genannten Reste abgetragen.

Das Steinmaterial wurde vornehmlich bei der Vergrößerung und Modernisierung des Hafens in den Jahren 1811 und 1853 bis 1856 verwendet.

Der Nutzen der Anlagen zeigte sich im 30jährigen Krieg. 1646/47 kommt es zur einzigen förmlichen Belagerung Lindaus. Schwedische Truppen versuchen die Stadt zu erobern, scheitern jedoch am Widerstand der Bürger und der kaiserlichen Besatzung unter dem Grafen Max Willibald Waldburg-Wolfegg.


Liste der SchanzenBearbeiten

nach ABC



Eckbastion, so genannte Gerberschanze, trapezförmig mit einer Spitze in den See ragend, frühes 17. Jahrhundert

Ehemaliger Leuchtturm und Wachturm, so genannter Alter Leuchtturm oder Mangturm, fünfgeschossig auf quadratischem Grundriss, um 1200, oberstes Geschoss und Zeltdach 19. Jahrhundert

Ehemalige kleine befestigte Vorinsel „Auf Burg“, so genannte Römerschanze, mit mittelalterlicher Einfassungsmauer, beim Ausbau des Hafens 1853/56 durch Aufschüttung mit der Hauptinsel verbunden

Bastionen, so genannte Sternschanze (östlich) und so genannte Lindenschanze (westlich) neben dem Bahndamm, 17. Jahrhundert

Bastion, so genannte Pulverschanze, wohl Anfang 16. Jahrhundert Wehrturm, so genannter Pulverturm, runder Turm mit Zeltdach, erbaut 1428, nach Brand neu errichtet 1662

Als ehemaliger Eckturm der nordwestlichen Stadtmauer, so genannter Looserturm, Fundamentrest mit Buckelquader, 13./14. Jahrhundert

Ludwigsbastion, auch Ludwigssschanze genannt, lag nordwestlich des ehemaligen Brückenzuganges, mit der Spitze gegen den Kleinen See, 1609

Karlsbastion mit befestigtem Uferweg, Anfang 16. Jahrhundert ehemaliger Wachturm, Stadtknechtsturm und Gefängnis, sogenannter Diebsturm, viergeschossiger Rundturm mit polygonalem Helm und vier Dacherkern, als westlicher Punkt der älteren Stadtummauerung erbaut, um 1350

Generell meint Bastion im Festungsbau eine Anlage, die Angriffe auf die beiden angrenzenden Mauerabschnitte verhindern oder zumindest erschwerten sollen. Von ihr herab konnten Angreifer mit Schusswaffen auf Abstand zur Mauer gehalten werden.

Das Wort Schanze bezieht sich meist auf das Material, aus dem ein Bauwerk errichtet ist: Erde, evtl. durch eine Holzpallisade oder eine dünne Mauer zur Feindseite vor dem Abrutschen geschützt.

Hierin besteht ihre Ähnlichkeit mit dem Glacis.






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