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Bei den Vorarbeiten zum barrierefreien Aufgang der so genannten Römerschanze in Lindau sind 2017/18 auch Reste der St.-Aurelia-Kapelle sowie einer historischen Ufermauer aus dem Mittelalter zum Vorschein gekommen. Nach Auskunft der Stadt sollen sie nicht freigelegt werden.

Dass auf der Römerschanze eventuelle Baudenkmäler zu erwarten sind, war bekannt. Auf der Schanze, die früher einmal eine separate Insel war, stand eine Kapelle, die St.-Aurelia-Kapelle, um die sich einige Sagen ranken.

Dass gleich etwas gefunden wird überraschte etwas. Den beim Bau des neuen Hafens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Vieles großflächig abgeräumt, planiert.

In den alten Skizzen stand die Kapelle an einer anderen Stelle.

Der Baggerfahrer hatte nur wenig Erde abgetragen, als erste Mauerreste zum Vorschein kamen. Die Größe der Steine, die Art des Mörtels und der Ziegel – damit war für die hinzugezogene erfahrene Archäologin Elisabeth Faulstich-Schilling klar: ein Treffer. Neben den Kirchenmauern entdeckte sie auch Reste des Fußbodens. „Wir haben Apsiden, also runde Ausbuchtungen am Ende der Kirche gefunden“.

Die Aurelia von Regensburg († 15. Oktober 1027) war mehr als 50 Jahre lang eine Reklusin beim Benediktinerkloster St. Emmeram bei Regensburg. Sie wird in der römisch-katholischen Kirche als Heilige verehrt. Der Legende nach war sie die Tochter des französischen Königs Hugo Capet. Aurelia soll sich bei einer Christenverfolgung durch Heiden von Fussach nach Lindau „auf Burg“ geflüchtet haben. An dieser Stelle entstand später die Aureliakapelle. Ihre Gebeine sollen sich in einem erst 1330 errichteten Hochgrab in der Klosterkirche von St. Emmeram befinden. Dort hatte man zuvor einen römischen Grabstein mit ihrem Namen entdeckt.

Medien Bearbeiten

Literatur
* Werner Dobras: Lindauer Persönlichkeiten. Hrsg. Museumsverein Lindau e. V. In: Neujahrsblatt 26 des Museumsvereins Lindau, 1981 |Seiten
www
* https://de.wikipedia.org/wiki/Aurelia_von_Regensburg
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