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Über die Anlage des städtischen Mauerrings sind Daten nicht bekannt, spätestens in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts muss er vollendet gewesen sein.

Bastionen an Landbruecke 92

In die „moderne“ Stadtbefestigung wird um 1500 auch die „Insel“ einbezogen; Anfang des 17. Jahrhunderts erhielten die Lindauer Schanzen durch Ausbau und Modernisierung der Stadtbefestigung die Gestalt, die den Umriss der Stadt bis ins 19. Jahrhundert bestimmte.

Unmittelbar am Ende der Seebrücke am Stadteingang steht die „Heidenmauer“, älteste Stadtbefestigung an diesem wichtigsten Übergang zum Festland, wohl aus dem 9. Jahrhundert.

Mit Sicherheit ebenfalls lange vor der Ringmauer bestand als ältester künstlicher Schutz um die Insel eine doppelte Pallisadenreihe. Reste dieser „Errachen“ sind bis heute vorhanden.

Große Teile der steinernen Stadtmauer, so fast an der ganzen Nordseite der alten Stadt sowie nach Westen am Inselgraben entlang sind verbaut und dadurch unkenntlich.


Auch nicht mehr erkennbar: das ehemaligen Paradiestor, am Paradiesplatz und den Gebäuden am Platz: ……. (Ein Zeitungsbericht von Karl Schweizer in der LZ vom 16.8.22 auf S. 15 )


Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung bestehen noch heute diese Teile[]

Rest eines Wehrturmes, so genannter Heidenturm, Mauerwerk aus Buckelquadern, wohl 9. Jahrhundert

Eckbastion, so genannte Gerberschanze, trapezförmig mit einer Spitze in den See ragend, frühes 17. Jahrhundert

Ehemaliger Leuchtturm und Wachturm, so genannter Alter Leuchtturm oder Mangturm, fünfgeschossig auf quadratischem Grundriss, um 1200, oberstes Geschoss und Zeltdach 19. Jahrhundert

Ehemalige kleine befestigte Vorinsel „Auf Burg“, so genannte Römerschanze, mit mittelalterlicher Einfassungsmauer, beim Ausbau des Hafens 1853/56 durch Aufschüttung mit der Hauptinsel verbunden

Bastionen, so genannte Sternschanze (östlich) und so genannte Lindenschanze (westlich) neben dem Bahndamm, 17. Jahrhundert

Bastion, so genannte Pulverschanze, wohl Anfang 16. Jahrhundert Wehrturm, so genannter Pulverturm, runder Turm mit Zeltdach, erbaut 1428, nach Brand neu errichtet 1662

Als ehemaliger Eckturm der nordwestlichen Stadtmauer, so genannter Looserturm, Fundamentrest mit Buckelquader, 13./14. Jahrhundert

Ludwigsbastion, nordwestlich des ehemaligen Brückenzuganges, mit Spitze gegen den Kleinen See, 1609

Karlsbastion mit befestigtem Uferweg, Anfang 16. Jahrhundert ehemaliger Wachturm, Stadtknechtsturm und Gefängnis, sogenannter Diebsturm, viergeschossiger Rundturm mit polygonalem Helm und vier Dacherkern, als westlicher Punkt der älteren Stadtummauerung erbaut, um 1350

Wachturm, sogenannter Petersturm, quadratischer, fünfgeschossiger Turm mit Zeltdach, 11. Jahrhundert, 1425 auf altem Grundriss erneuert.



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Der Abschnitt Stadtbefestigung im Artikel „Lindau (Bodensee)“ von WP[]

(nach dem Artikel „Lindau (Bodensee)“ von Wikipedia auf dem Stand vom Juli 2022)


Die Befestigung des bebauten Inselteiles entstand im Wesentlichen im 12. und 13. Jahrhundert.

Der Rest eines älteren, wohl schon im Zusammenhang mit dem 810/820 gegründeten Stift angelegten engeren Befestigungssystems ist in dem Heidenturm in der Nordostspitze der Insel am Übergang zum Festland zu vermuten. Zur Sicherung der in der Nordwestecke der Insel um die erhöht gelegene Peterskirche entstandenen Fischer- und Schiffersiedlung und der ehemaligen Lände am heutigen Paradiesplatz diente ursprünglich der Turm dieser ersten Pfarrkirche, der um 1425 auf Fundamenten des 11. Jahrhunderts errichtet wurde. Die stufenweise ausgebaute Ummauerung der Hauptinsel beginnt mit der ins 12. Jahrhundert fallenden planmäßigen Erweiterung der Bürgerstadt nach Westen bis zum Inselgraben.

Den Zug der Westmauer begleitete der wohl im frühen 13. Jahrhundert angelegte Inselgraben, der zugleich die so genannte „Hintere Insel“ von der „Hauptinsel“ abtrennte. Der Verlauf ist nach Aufschüttung noch in dem heutigen Straßenzug Unterer Inselgraben, Inselgraben, sowie Zeppelinstraße erkennbar.

Der östlich neben dem Inselgraben verlaufende Mauerzug wurde nach Einbeziehung der Vorderen Insel in die Befestigung mit der westlichen Häuserzeile der Hinteren Metzgergasse überbaut bzw. 1811/12 bis auf geringe Reste abgebrochen.

Der zum ehemaligen Landtor führende Zug der Nordmauer ist in seinem Verlauf erkennbar und teilweise auch entlang der Zeppelinstraße bzw. der Häuserzeile Auf der Mauer in seiner Substanz erhalten.

Während die Südseite der Insel mit dem hierher verlegten Hafen hauptsächlich durch die ehemalige Vorinsel „Auf Burg“ (die so genannte Römerschanze) und durch den um 1200 erbauten Mangturm gesichert war, konzentrierte sich die Befestigung auf die West- und Nordseite zur Verteidigung der Insel bei Angriffen von Land.

Ab 1500 wurde die Befestigung zur Einbeziehung und Sicherung der damals unbebauten westlichen Inselhälfte erweitert; dabei wurden die Schanzen (Karlsbastion, Pulverschanze, Sternschanze und Lindenschanze) angelegt und 1508 der Pulverturm am westlichsten Punkt der Insel errichtet.

Noch vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges wurde die heute noch weitgehend intakte Gerberschanze zur Verteidigung auf der Seeseite angelegt. Sie ist eine trapezförmig mit einer Spitze in den See ragende Bastion auf der Südostseite der Insel.

Die letzte durchgreifende Verstärkung der Befestigung fand in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit der Anlage weiterer Bastionen und Schanzen statt: Ludwigsbastion und die in Resten erhaltene Maximiliansschanze beiderseits des Landtores (heute jeweils in die Oskar-Groll-Anlagen einbezogen).

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Mauern und Tore bis auf die oben genannten Reste abgetragen. Das Steinmaterial wurde vornehmlich bei der Vergrößerung und Modernisierung des Hafens in den Jahren 1811 und 1853—1856 verwendet.

weitere Weblinks[]

  • Bei Wikipedia unter Liste der Denkmäler -Bay. Denkmalschutz - Aktennummer D-7-76-116-1



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