Fandom


Villa Elena, Oeschländer Weg  27, 68, 72

Villa Elena - 1893

Ihr Architekt war Eugen Drollinger, München; Garten: Evaristo Mertens, Zürich

Für Richard von Seutter (von Loetzen, 1855-1911), Direktor einer Tabakplantage (Grob & Näher) und Miteigentümer einer Eisenbahn.


Sein Großvater hatte die Villa Lotzbeck bauen lassen. Heirat mit Helene Kolbe (1869-1933)


9ElenA
VHe19-01

Torpfosten links, mit Hausnamen

Der Zweiflügelbau hat als Besonderheit auf der Westseite einen freistehenden Ausguckturm, der über eine schmale Galerie im 1. OG vom Westflügel zugänglich ist.

Kleiner Hafen.

Aus dem FindbuchBearbeiten

Das Geschlecht der Seutter von Lötzen, dem die Großmutter ihres Ehemannes Eberhard Khuen entstammte, war ein ¿Familienzweig¿ der Familie Khuen. Aus diesem Grunde begann sich Irmgard Khuen damit näher zu befassen. Später konzentrierte sie ihre Bemühungen nahezu auf diesen Zweig. Ergebnis ihrer intensiven Arbeit waren zehn Leitz-Ordner zu den Seutter von Lötzen, die sie über 38 Generationen bis in das 9. Jahrhundert zurückverfolgte.

Ende der 90er Jahre beabsichtigte Irmgard Khuen die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse zur Familie Khuen/Seutter im einschlägigen Starke-Verlag Limburg/Lahn (vgl. Bü 92), was allerdings nicht realisiert wurde.

Wichtig ist Irmgard Khuen nicht nur als Forscherin, sondern auch als Sammlerin. Für ihre Forschung speziell zu den Seutter von Lötzen organisierte sie sich vielfältige Unterlagen. Am wichtigsten sind die Originale, die aus dem Familienarchiv der Seutter stammen müssen, das sich in den 1960er Jahren noch in Tübingen befand. Zu diesen Originalen gehören ganze formierte Akten (Bü 52 bis 74) zu wichtigen Familienereignissen und zur Förderung von Familienmitgliedern durch unterschiedliche Stiftungen. Einzelne Original-Dokumente finden sich auch verstreut in ihren Leitz-Ordnern. Über welche Quellen sie zu diesen Originalen kam, ist nicht bekannt.

Auch die Sammlung relevanter Literatur, teilweise auch grauer Literatur wie vervielfältigte Manuskripte, Abschriften von archivalischen Quellen und Exzerpte sind hier zu würdigen.

Die 1894 von Wilhelm Seutter verfasste mehrbändige Familienchronik der Seutter von Lötzen für die Zeit von 1293 bis 1732, eine sehr wichtige und informative Arbeit zur Familiengeschichte bis zur 15. Generation (ab Stammvater), ist durch die von Khuen gemachte Fotokopie im Bestand erhalten, wenn auch nicht vollständig (es fehlen Band IV und V).

2. Die Sammlung zur Geschichte der Familie Seutter von Lötzen und ihre Bearbeitung

Die Unterlagen des vorliegenden Bestandes wurden von den Kindern der Irmgard Khuen im Januar 2014 dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart zur Archivierung überlassen. Ihr Wert liegt in der materialreichen Dokumentation der Geschichte des Adelshauses der Seutter von Lötzen mit originalen und abschriftlich überlieferten Quellen sowie den Ergebnissen der ergiebigen Forschungstätigkeit von Irmgard Khuen zu dieser Familie.

Das heute in männlicher Linie ausgestorbene Geschlecht wirkte und lebte in Südwestdeutschland. Es entstammte der Gegend um Kempten und nannte sich nach dem Stammgut Letzen bei Kempten ¿von Lötzen¿. Im Mittelalter stellte das Geschlecht zahlreiche Patrizier u.a. in Ulm, Lindau, Augsburg und Memmingen. Die Seutter von Lötzen gehörten zum reichsritterlichen Adel in Württemberg, stellten mehrere Offiziere und waren oft im Johanniterorden aktiv.

Es gab eine württembergische und eine badische Linie (Neues allgemeines Deutsches Adelslexicon, sechster Band, 1868 S. 476 f., zuletzt Gotha FHB Bd. 1 1954, S. 394 f.). Die die Seutter von Lötzen betreffenden Unterlagen wurden im Archiv in dem Zusammenhang mit den anderen Familienunterlagen mit eher privatem Interesse belassen.

LageBearbeiten

Auf dem achthundert Meter langen Gelände zwischen Villa Wacker und Hotel Bad Schachen in der Reihe schöner Villen, wobei das verbindende Element der Garten mit alten Baumbestand und üppigen Randgehölzen am Bodensee-Ufer ist.

Medien Bearbeiten

  • Heinz Finke; Wolfram Vogel (Illu.): Dem See nah sein. Schlösser, Burgen, Landsitze rund um den Bodensee. Rosgarten-V. 1991, 256 Seiten. ISBN 9783876851297 S. 130-143
  • Christof Spuler, Werner Dobras: Lindauer Stadt- und Kunstführer. Verlag Friedrich Stadler, Konstanz, 1984. 3-7977-0072-S.
  • Michael Petzet: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Denkmäler in Bayern. Band 7 (VII) Schwaben. R. Oldenbourg Verlag, München, 1986, 520 S., 120 Luftbildaufnahmen und div. Karten. ISBN 978-3-486-52398-0 [alt: 3-486- 52398-8]ISBN 3-486-52398-8, Li S. 274ff.
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.