Die Vorarlbergbahn (auch Vorarlberger Bahn) ist eine Bahnstrecke, die von Bludenz durch das österreichische Bundesland Vorarlberg bis Bregenz und mit einer Stichstrecke bis nach Lindau führt und ist historisch auch der Name einer entspr. früheren Bahngesellschaft, die in den ÖBB aufgegangen ist. Seit diesem Jahrhundert ist es auch Teil des Eigennamens der S-Bahn Vorarlberg und des regionalen VVV (Verbund auch mit kommunalen und ausländischen Unternehmen).
Ihre Streckenführung verläuft ähnlich der später gebauten Rheintal/Walgau-Autobahn von der Staatsgrenze mit Deutschland bei Lindau bzw. Hörbranz bis Bludenz, wo sie in die österr. Arlbergbahn übergeht. Bzw. umgekehrt.
Die gesamte Strecke jenseits der Grenze befindet sich im Besitz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und wird auch von diesen bis Inselbahnhof Li betrieben und hauptsächlich befahren. D. h. nicht, dass keine DB-, SBB- oder Züge anderer Gesellschaften dort verkehren.
[[Datei:Commons2013 Öbb-Zug im Bf Li.jpg|mini|link=ÖBB|Zug der ÖBB-Reihe 4024, Typ Bombardier Talent, mit Ziel [[Bludenz] in Li|380px]]
- siehe mehr bei https://de.wikipedia.org/wiki/Vorarlbergbahn
Vorarlbergbahn - Bregenz - Bludenz und umgekehrt, mit Anschlussstrecken, u.a. nach Bf. Lindau
- Am 16. März kleine Reise zum Frühlingserwachen im Stubaital
Fahrt mit dem ET 10.104 nach Innsbruck Hbf, eine Bahn-Museumsgarnitur der Tiroler Museumsbahnen. Dann Stadtrundfahrt in Innsbruck und auf der Stubaitalbahn nach Fulpmes und zurück, Besuch des Eisenbahnmuseums am alten Stubaitalbahnhof, Rückfahrt nach Vorarlberg bis Lochau Bhf.
Geschichte[]
Der erste Festzug der noch privaten Vorarlberger Bahn befuhr die Strecke Bludenz–Lochau am 30. Juni 1872 mit einer Dampflokomotive, die auf den Namen „Bregenz“ getauft worden war. Danach konnte sie am 1. Juli 1872 dem öffentlichen Verkehr übergeben werden.
Die Verlängerung von Lochau nach Lindau ging allerdings erst am 14. Oktober 1872 in Betrieb. Auf dem bayrischen Abschnitt wurde die Strecke dabei vom bayerischen Staat erbaut und an die Vorarlberger Bahn verpachtet.< ?? ref > Der gemeinsam mit der von München kommenden Bahnstrecke Buchloe–Lindau benutzte Bodenseedamm war für die neue Strecke nach Österreich bereits 1866 von einem auf zwei Gleise erweitert worden.[1] Im Jahr 1884 konnte sie durch den Bau des Arlbergtunnels in Bludenz an das restliche österreichische Bahnnetz angeschlossen werden, bevor 1885 die Verstaatlichung (heute ÖBB) erfolgte.
Umbenannte Betriebsstellen[]
Folgende Betriebsstellen der Strecke wechselten im Laufe der Jahre ihre Bezeichnung:
| heutige / letzte Bezeichnung | frühere Bezeichnungen |
|---|---|
| Lindau-Insel | bis 2020 Lindau Hbf, bis 1936 Lindau Stadt |
| Lindau-Reutin | Lindau-Ost, Lindau-Lokalbahnhof, Lindau-Rangierbahnhof |
| Lindau-Zech | 1936–194x Lindau-Siebertsdorf |
| Lochau-Hörbranz | bis 1929 Lochau, Bregenz-Lochau |
| Bregenz | Bregenz Hbf |
| Riedenburg | Bregenz-Riedenburg |
| Lauterach | Lauterach (Vorarlberg) |
| Schwarzach in Vorarlberg | Schwarzach (Vorarlberg), Schwarzach-Wolfurt |
| Altach | Altach-Bauern |
| Klaus in Vorarlberg | Klaus-Koblach |
| Feldkirch Amberg | Feldkirch-Amberg |
| Schlins-Beschling | Schlins |
| Ludesch | Ludesch-Thüringen, Großwalsertal |
Historische Literatur[]
- Hugo Marggraf: Die Kgl. Bayerischen Staatseisenbahnen in geschichtlicher und statistischer Beziehung. München 1894. Auf Seite 201 findet man die "Chronologische Übersicht der Staatseisenbahnen Bayerns, ausgenommen Lokalbahnen" (https://archive.org/details/diekglbayerisch01marggoog/page/n201/mode/2up) Die dort lfd. Nr. 38 ist die Strecke Lindau-Bregenz mit einer Länge von 5,94 km (also bis zur Grenze)
- Karl Prochaska: Geschichte der Eisenbahnen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. I. Band. II. Teil, Wien 1898. Ab Seite 73 ist die Geschichte der Vorarlberger Bahn beschrieben (https://archive.org/details/geschichtedereis12aust/page/72/mode/2up/search/vorarlberger+bahn?q=vorarlberger+bahn). Auf Seite 76 wird die "Trace" der Bahngesellschaft beschrieben, welche mit den Worten "Die Trace der Vorarlberger Bahn beginnt in der Mitte des die Grenze zwischen Bayern und Vorarlberg bildenden Laiblachbaches..."
(Die beiden Quellen belegen noch einmal, dass der bayerische Teil der Strecke natürlich nicht der VAB gehört hat. In der erstgenannten Quelle ist der bayerische Abschnitt als Teil der bayerischen Staatseisenbahnen aufgeführt.)
- Josef Kaizl: Die Verstaatlichung der Eisenbahnen in Österreich, Prag, 1885.
Historischer Anteil der Vorarlbergbahn in Bayern[]
„Von privater Seite wird uns mitgeteilt, dass die neue Bahnstrecke Lindau-Bregenz durch Ablassung eines Zugs der heute Abend 9 Uhr von Bregenz dahier eintrifft, eröffnet wird. Wie es scheint, fallen die sonst üblichen Eröffnungsfeierlichkeiten dahier weg, wenigstens ist die städtische Behörde offiziell davon nicht benachrichtigt worden. Es bleibt aber ohne dies jedermann unbenommen, seine Teilnahme an dem für Lindau nicht unwichtigen Ereignisse durch Beflaggen der Häuser etc. kundzutun.“ (Lindauer Tagblatt, 24. Okt. 1872)
Am gleichen Tag wurde auch die Eisenbahnstrecke von Feldkirch über Liechtenstein bis ins schweizerische Buchs eröffnet. Der Betrieb der Strecke vom Grenzfluss Laiblach bis zum kommenden Reutiner Rangierbahnhof und weiter bis zur Insel Lindau wurde an die mit dem Betrieb bis zum Stadtbahnhof auf der Insel betraute k. k. Österreichische Eisenbahngesellschaft verpachtet.
Täglich verkehrten zunächst jeweils fünf, später sechs Züge in jede Richtung. Im ersten Betriebsjahr verzeichnete die Vorarlberger Bahn insgesamt bereits 433.666 Reisende sowie 139.684 Tonnen transportierter Güter.
Mit der nachfolgenden Eröffnung der Bahnverbindung von Bregenz nach St. Margarethen am 23. November 1872 wurde Lindau über die Vorarlberger Bahn nun auch an das Schweizer Bahnnetz bis Chur, Zürich sowie Basel angeschlossen und die kommende „Bodensee-Gürtelbahn“ rund um den See war damit bereits zur Hälfte vollendet.
- Quelle: K. Schweizer: 150 Jahre Bahnlinie Lindau – Bregenz seit 1872. In: edition-inseltor, Lindau, 2022.
Aktuelle Links dazu[]